Was ist eigentlich ein Bildungsstreik?

Die einfachsten Antworten findet man wohl auf der Seite des Bildungsstreiks direkt.
Hauptziel des Bildungsstreikes sind bessere Bildungschancen für alle. Ein Ziel, das ich auf jeden Fall unterstütze. Aber bei all diesen Aktionen frage ich mich dennoch: Ist ein Bildungsstreik der richtige Weg?

Ein Streik ist eine Arbeitsniederlegung.
Schüler und Studenten verweigern also die Arbeit, um für bessere Bedingungen zu kämpfen.
Wem wollen sie aber damit weh tun?
Ein Streik funktioniert doch nur, weil die Arbeitsniederlegung einen größeren wirtschaftlichen Schaden anrichtet, als das Eingehen auf die Forderungen.
Bei einem Bildungsstreik jedoch tut die Arbeitsverweigerung niemandem weh, außer den Studenten selbst. Im Gegenteil, die Probleme, gegen die wir ankämpfen lösen sich dadurch scheinbar von selbst.
Überfüllte Seminarräume?
Nicht, wenn die Studenten streiken.
Überforderte Dozenten?
Im Streik fordert die Dozenten niemand heraus.
Arbeitslose Absolventen?
Vom streiken hat noch keiner den Abschluss geschafft.
Die Politik kann sich also über ausgedehnte Streiks nur freuen.
Natürlich sieht die Realität anders aus. Es wird ja nicht, wie beim Arbeitskampf monatelang gestreikt. Es ist eben kein Streik. Es ist eine Demonstration.
Die Studenten machen auf Missstände aufmerksam, fordern laut ihr Recht. Erklären, dass ihre Forderungen für alle das beste sind. Es soll bewußt niemand bedroht werden. Die Studenten fordern von niemandem auf eigene Vorteile zu verzichten. Im Gegenteil.
Gute Bildung für alle ist ein Vorteil für jeden, der in dieser Gesellschaft lebt.
Niemand muss zurückstecken. Investitionen in die Bildung liegen bei jedem im eigenen INteresse.
Leider gibt es viel zu viele, die das nicht glauben.
Die Gelder lieber woanders anlegen. Die möglicherweie neidisch sind auf andere, weil sie selbst nicht jede Chance genutzt haben. Die vielleicht Angst vor Konkurrenz haben. Die die Probleme nicht sehen.
Diese Leute gilt es zu überzeugen.
Daß die Investition in die Zukunft der Bildung die beste Rendite bringt.
Daß ihr Neid ungerechtfertigt ist.
Daß die Uni nicht nur Konkurrenten sondern Nachfolger, Kollegen und Auftraggeber hervorbringt.
Daß das Bildungssystem im Moment tatsächlich große Probleme hat.
Die meisten der Aktionen, die im Bildungsstreik geplant und ausgefürt werden können hier wichtige Erfolge liefern. Nur der Name der der Aktion ist falsch.
Wir legen nicht unsere Arbeit nieder.
Im Gegenteil.
Wir stehen auf um arbeiten zu können.

Hat er es wieder mal geschafft

Er ist der Kapitalismus, und geschafft hat er einen kreativen Menschen grundlos in den Boden zu stampfen.

Aber fangen wir von vorne an:

Es war einmal ein Pfarrer, der wollte die Geschichten der Bibelmit seinen Kindern nachspielen, und nutzte dafür gekaufte Spielfiguren, einer Marke, die für ihre Figuren bekannt ist. Damit die Figuren auch in die Szenen passten bastete er ihnen neue Kostüme und schöne Kulissen.

Die Ergebnisse dieses Spiels gelangen ihm so gut, dass er alles fotografierte und im Internet präsentierte. Und er gab seinem Projekt den Namen: *Marke*-Bibel.

(Ich werde den Namen Playmobil hier nicht erwähnen, sonst geht es mir bald ebenso, wie dem Pfarrer)

Die Firma fühlte sich jedoch von der Kreativität des Mannes angegriffen und drohte ihm mit einer Klage. Wofür weiß wahrscheinlich die Firma selbst nicht so genau. Der Pfarrer hatte dennoch Angst um sein schönes Projekt und taufte es daher um in: Klicky-Bibel.

Das war der Firma jedoch nicht genug. Sie bedrohten ihn weiterhin, er dürfe keine Fotos von ihren Figuren ausstellen, und erst recht dürfe er ihnen keine neuen Kostüme anziehen und sicher dürfe er auch nicht mit den Figuren spielen.

Denn dies hatte der Pfarrer in seiner Naivität übersehen: Spielfiguren sind nicht zum Spielen gemacht. Der Name mag ein wenig verwirrend klingen, aber er ist notwendig für die wahre Bedeutung der Figuren. Als “Geldmachfiguren” wären sie wohl nur halb so erfolgreich.

Nach langem hin und her hat der Pfarrer wohl doch aufgegeben, und seine Klicky-Bibelaus dem Netz entfernt.
Auch wenn ich selbst mit den religiösen Inhalten seiner Seite nichts anfangen kann, rufe ich hier laut zur Solidarität auf. Wie kann es angehen, dass in einem Land, das sich selbst frei schimpft Personen von Konzernen in die Knie gezwungen werden, ohne etwas Unrechtes getan zu haben?
Wie kann es angehen, dass Kreativität nur hinter geschlossenen Türen ausgelebt werden darf? Muss etwa in Zukunft jeder Künstler erst beim Hersteller seiner Materialien um Erlaubnis bitten, seine Werke auch ausstellen zu dürfen?
Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen. Daher erlaube ich mir, einige Bilder, die ich über “Im Namen Gottes” noch erwischen konnte, erneut zu veröffentlichen.
t_ml6_213playmobibel_jesusDEU Playmobil BibelEs tut mir leid, dass ich nicht früher erkannt habe, wie stark dieser Konzern tatsächlich ist, dann hätte ich mehr Bilder retten können. Aber zumindest sind sie nicht zerstört, sondern nur auf des Pfarrers eigenem Rechner eingesperrt.

Ist Marshall McLuhan ein Borg?

borg-marshall-mcluhanWas dieser Googlesuchende bestätigt vermute ich schon länger. Die Texte die McLuhan fabriziert können nicht von einem normal denkenden Menschen stammen. Und können vor allem nicht von normal denkenden Menschen verstanden und trotzdem für richtig gehalten werden.

McLuhan wird aber dennoch ausgiebig zitiert, und von Wissenschaftlern, die wissen, was sie tun als wichtiger und kompetenter Medientheoretiker vorgestellt.

Dies kann nur einen Grund haben:

McLuhan hat eine unmenschliche (möglicherweise auf Nanosondenebene logische) Denkweise, die von normalen Menschen nicht geteilt werden kann. Sich auf McLuhans Denkweise einzulassen ist also nur aufgrund einer Assimilation möglich. Man gibt damit seine eigene menschliche Denkweise auf, und erhält als Ausgleich den Einblick in die Denkweise der magischen Kanäle.

Aber wie es schon Picard und Kollegen erkannt haben: nur wer von McLuhan als lohnenswert erachtet wird, kann Teil des McLuhan Kollektivs werden. Wenn man ihn nicht bedroht ist man sicher. Aus diesem Grund findet man auch so wenige Stimmen, die sich öffentlich gegen die Meinung McLuhans aussprechen.

Auch ich selbst bin nun in großer Gefahr, und werde mich deswegen erstmal vom Borg- äh McLuhankollektiv fern halten. Aber nicht auf Dauer, die Gefahr ist zu groß um keinen Widerstand zu leisten. Ich glaube nämlich nicht, dass der zwecklos ist.

Das jetzt auch noch!

Warum ist das simulierte Töten mit Spielzeugen schädlicher, als das Zielschießen mit echten Waffen?

Nach all den Diskussionen über Killerspiele soll nun auch noch ein Verbot von Gotcha und Laserdomeanlagen folgen. Das Kriegsspiel mit Farbkugel- oder Laserpistolen wäre sittenwidrig, da hier das Töten von Menschen simuliert wird. Dies ist zumindest konsequent. Bei Videospielen ist das Kriterium, ob die Spiele anstößig sind oder nicht, ob die Gegner menschenähnliche Form haben oder nicht. Das Jagen  von Tieren oder Zerstören von Maschinen gilt als vertretbar, das Töten von Menschen dagegen dürfe kein Inhalt von Spielen sein.

Genau dies wird aber bei den beiden Waffenspielen simuliert. Man läuft mit einer Waffe durch ein abgestecktes Gelände, und kann auf andere Spieler schießen. Wer getroffen wird muss das Spielfeld verlassen.

Als ich selbst noch ein Kind war, wurde mir einmal die Geschichte eines Jungen erzählt, der immer Krieg spielen wollte. Sein Vater war von der Idee gar nicht begeistert, doch der Junge wollte sich auf kein anderes Spiel einlassen. Schließlich entschied der Vater mit dem Sohn gemeinsam Krieg zu spielen. Der Junge lief sofort los und ballerte mit einer eingebildeten Waffe auf eingebildete Gegner. Da schrie der Vater auf und mimte einen Treffer.

Der Kleine lief sofort zu ihm um sich nach dem befinden zu erkundigen, und der Vater erklärte er sei tödlich getroffen worden. Dem Kind wurde es unheimlich und er rief nach seiner Mutter, aber der Vater erklärte, sie sei ebenfalls getötet worden. Genau wie seine Geschwister und Freunde.

Dieser Ausblick auf die Gefahren eines echten Krieges haben dem Jungen den Spaß am Krieg spielen ein für alle mal verdorben.

In dieser Geschichte verlor der Junge die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit. Die Darstellung von Schmerzen durch seinen Vater war so realistisch, dass er vergaß, dass es ein Spiel war. In dem Beispiel war genau das vom Vater bezweckt. Er wollte dem Jungen zeigen, wie ein echter Krieg sich anfühlt, damit er begriff, dass dies kein Inhalt für ein Spiel sein darf.

Es handelt sich aber um eine sehr naive Geschichte.

Jungs spielen schon seit Generationen Krieg miteinander. Nie hatten sie dabei das Problem Spiel und Wirklichkeit voneinander zu trennen. Fragwürdig wurden diese Spiele erst, als mit Unterstützung der Spieleindustrie die ästhetischen Qualitäten immer weiter zunahmen.

Längst spielen Kinder nicht mehr mit einfachen Knüppeln, denen nur ihre Phantasie die Eigenschaften einer Waffe verleihen kann. In Computerspielen eröffnen sich ganz neue Welten, in denen der Spieler nicht mehr selbst agiert, sondern eine Figur auf dem Bildschirm steuert. Als Ausgleich für die fehlende Involviertheit wird ständig an einer realistischeren Darstellung der Gegner gearbeitet.

Daneben stehen die Spiele Gotcha oder Laserdome. Hier sind die Gegner reale Mitspieler. Ich bewege mich selbst durch das Spiel. Die Ähnlichkiet zum realen Krieg ist dadurch wesentlich größer, als bei Computerspielen. Aber auch hierfür gibt es einen Ausgleich.

Die Getroffenen fallen nicht tot um.  Im Gegenteil. Sie können sich beschweren, dass man ihnen den Spaß verdorben hat. Sie können anklagen, falls man gegen die Regeln verstoßen hat. In jedem Fall aber werden sie (lachend oder schimpfend) das Spielfeld aus eigener Kraft verlassen, und stehen für weitere Spiele oder ein abschließendes Gespräch zur Verfügung.

Es sind in diesen Spielen eben nicht computergenerierte Zielscheiben, die ich treffen möchte, sondern agierende Personen, die sich ein eigenes Bild vom Spiel machen können, die mir antworten, mit denen ich gemeinsam spielen kann. Allein hierdurch tritt aber der Effekt, den die Politiker fürchten gar nicht erst ein.

Ich versuche nicht Gegner zu töten, sondern gegen Mitspieler zu punkten. Die Motivation des SPiels unterscheidet sich kaum von Ballspielen. Hier allen voran Völkerball oder Dutchball.

Ich versuche den Mitspieler zu treffen, um Punkte zu machen, nicht um den Mitspieler auszuschalten. Ich befinde mich in einer Spielsituation nicht in der Realität. Diese Grenze lässt sich nicht so einfach verwischen, wie in der Geschichte vom Jungen der Krieg spielen wollte.

Darum heißt es ja Krieg SPIELEN.

Stirbt die Gegenwart?

H.G.Wells erfand das Volk der Eloi, die weder Vergangenheit noch Zukunft kennen. Aus Seiner wie auch aus unserer Sicht ein primitives, rückständiges Volk, egal wie weit in der Zukunft diese auch existieren mögen. Eine Kultur die nur noch von den Morlocks, den Menschenfressern unterboten werden kann.

Für uns ist es eine Form der Unsterblichkeit, die eigenen Gedanken und Ideen aufzuzeichnen und durch die Zeit zu retten. Der Gedanke, dass unsere Werke in der Zukunft wirken, unser Name über die Generationen bekannt bleibt tröstet über manches körperliche Unglück hinweg. Manche zeugen Kinder, um in ihrem Leben ein Stück von sich selbst für die Zukunft zu bewahren, andere schreiben Bücher, bauen Häuser oder widmen ihr Leben wissenschaftlichen Erkenntnissen.

All dies ist dem Wunsch gewidmet unser Selbst, das was wir sind über unser physisches Dasein hinaus zu erhalten.

Für viele ist das Wissen um Vergangenheit und Zukunft das, was den Menschen vom Tier unterscheidet. Daher war die Sorglosigkeit mit der die Eloi ihrem Schicksal begegneten auch so schockierend für den Zeitreisenden.

Eine Sorglosigkeit, die allerdings in der neuesten Verfilmung nicht mehr thematisiert wurde. Guy Pearce begegnet einem Volk, das die Steintafeln der alten Völker sammelt und deren Sprache studiert, um von ihnen zu lernen.

Woher wohl dieser Wandel?

Die Sehnsucht nach dem perfekten Moment, dem Genussvollen Augenblick ist momentan so stark wie kaum jemals zuvor. Geboren wurde das “Carpe diem” als direkte Reaktion auf die immer stärker werdende Faszination Vergangenheit. Tote Sprachen wurden aus der Versenkung gezogen, versunkene Städte ausgegraben, die Geschichte wurde zur historischen Wissenschaft.

Beides wirkt bis heute nach. Doch es scheint sich ein Gewinner durchzusetzen.

Alte Häuser dürfen zwar noch bewohnt, aber nicht an den aktuellen Standard angepasst werden. Historische Dokumente aus dem zerstörten Archiv in Köln werden für teures Geld restauriert, während gleichzeitig Schulen und Universitäten um jeden Cent kämpfen müssen.

Auch die heutige Erlebniskultur ist von der Vorherrschaft der Vergangenheit geprägt. Aus Memento mori wurde: Memento heri. Erinnere dich an gestern. Der Fotoapparat ist ständiger Begleiter, eine Party, die man nicht später digital beweisen kann, hat nie stattgefunden. Aktuelle Ereignisse werden noch während sie laufen mit vergangenem verglichen. Zukünftiges wird mit der Vorgabe, “So wie damals muss es nochmal werden” geplant.

Unser Wunsch nach Unsterblichkeit hat sich gegen uns gewandt. Die Geister unserer Vorfahren bestehen darauf am Leben gehalten zu werden, und wir tun ihnen den Gefallen gerne, denn nur so erhalten wir eine Kultur, die uns selbst Unsterblichkeit gewähren kann. Gleichzeitig sehen wir aber, wie wenige Personen die Zeiten überdauern.

Wir betrachten unser Leben aus Sicht der Zukunft. Was wird übrig bleiben? Wie wird man sich an mich erinnern?

Wir schreiben unsere Biographien inzwischen selbst, weil wir uns nicht auf die Nachwelt verlassen wollen. Wir schreiben sie auch immer früher, weil jeder Tag unseres Lebens erst dadurch Bedeutung erhält, das er für die Nachwelt festgehalten wurde.

Bisher wurde die Geschichte von den Siegern geschrieben. Wir schreiben sie lieber selbst. Und vergessen dabei vollkommen Geschichte zu machen.

Die primitiven Völker sind es vielleicht, die Vergangenheit und Zukunft nicht kennen, doch wir kennen die Gegenwart nicht mehr. Und produzieren damit eine Vergangenheit, die nichts mehr sein wird.

Die Zukunft auf die wir so bauen, wird von uns nichts mehr vorfinden. Wie auch, wenn unsere Zeit schon für uns selbst nicht mehr existiert?

Big Brother is still watching

Und niemanden interessiert’s!

Die erste Staffel Big Brother war noch ein Skandal. Journalisten, Politiker, Prominente, jeder der damals glaubte etwas zu sagen zu haben glaubte auch etwas dazu sagen zu müssen, sich über diese Sendung aufregen zu dürfen.

Von einem Angriff auf die Privatsphäre war damals die Rede, einer Verletzung der Menschenwürde.

Den Sendern wurde vorgeworfen die Teilnehmer auszunutzen, den Teilnehmern warf man neben Dummheit und Ruhmsucht vor, unserer Kultur irreperablen Schaden zuzufügen.

Nach unzähligen Staffeln und immer neuen Ideen den banalen Alltag in Quoten garantierendes Sendeformat zu bringen, kräht inzwischen kein Hahn mehr nach dem großen Bruder. Die ehemaligen Bewohner des Containers tummeln sich vereinzelt noch in billig produzierten Quizsendungen oder “Promi-specials”. Die aktuelle Staffel wurde von RTL2 im Vorabendprogramm untergebracht und ist selbst in den Sendereigenen Nachrichten keine Meldung mehr wert.

Ist die Menschenwürde längst tot und begraben? Oder handelt es sich nicht mehr um einen Angriff auf die Privatsphäre, Menschen Tag und Nacht zu beobachten?

Zumindest höre ich keinen Aufschrei mehr, wenn dem großen Bruder ständig neue Überwachungsmethoden einfallen. Inzwischen tritt er allerdings nicht mehr unter seinem Namen auf. Und auch nicht mehr mit freiwilligen Kandidaten.

Um so mehr fragt man sich wo die Proteste bleiben.

Der neue große Bruder trägt den Familiennamen google, und lädt als “street view” dazu ein bekannte Gesichter und kleine Skandälchen auf unangekündigt geschossenen Fotos öffentlicher Plätze zu finden.

Dieser Online-Service stellt im Rahmen der Orientierungshilfe “maps” Fotoansichten von Straßen und Gebäuden zur Verfügung. Dabei zufällig mitfotografierte Personen oder Autokennzeichen sollen vor der Veröffentlichung unkenntlich gemacht werden. Dies scheint jedoch zumindest in Großbritannien nicht immer zu funktionieren.

Dort erschienen Bilder von Betrunkenen, die sich vor ihrer Kneipe übergeben mussten, Männer wurden beim Besuch von Sexshops ertappt, andere beim Urinieren in fremden Vorgärten. Eine Mutter erkannte sogar ihre Kinder nackt im eigenen Vorgarten spielend.

Google versichert, dass auf Wunsch Fotos sofort entfernt werden.

Damit werden die Datenschützer zufrieden gestellt. Die Privatsphäre ist also ausreichend geschützt, wenn von Programmen erkannte Gesichter verpixelt werden oder auf persönlichen Wunsch Bilder wieder von der Pinnwand entfernt werden.

Auch in Deutschland sind die goolge street view Autos wieder fleißig bei der Arbeit. Von allen Straßen und Gebäuden, die die google Betreiber für interessant befinden werden Fotos gemacht. Und gespeichert. Inklusive aller Gesichter und Autokennzeichen.

Gelöscht werden peinliche Aufnahmen nur auf ausdrücklichen Wunsch. Finden muss man diese aber selbst. Wer also sicher gehen will, dass er nicht bei Google Street view zu sehen ist muss auf eigene Faust alle neu eingestellten Bilder überprüfen, und hoffen, dass niemand vor ihm auf die Aufnahmen stößt und das Bild kopiert und auf anderem Wege verbreitet.

Rechtlich ist google damit auf der sicheren Seite. Es werden nicht gezielt Personen fotografiert und es werden nur öffentliche Plätze, bzw. von diesen aus einsehbare Orte abgelichtet. Die Privatsphäre die Menschen sich in den eigenen vier Wänden schaffen bleibt gewahrt. Ebenso die in Gärten und auf Terrassen, die durch Büsche, Zäune oder ähnliches geschützt sind.

Es werden nur Personen erwischt, die sich freiwillig den Blicken der Öffentlichkeit ausgesetzt haben, indem sie ihre Wohnung verließen.

Prominente, die sich auf google Bildern finden lachen darüber nur. Sie sind seit langem gewohnt, dass jeder mit einer Kamera das Recht hat sie zu fotografieren und die Bilder auf der ganzen Welt zu verbreiten.

Andere finden vielleicht genau aus diesem Grund auch toll, wenn sie sich plötzlich im Internet finden. Auf Fotos, die den Promifotos, die von Paparazzi geschossen wurden ähneln. Vielleicht fühlen sie sich selbst ein bischen berühmter, wenn ihre Privatsphäre ebenso wenig wert ist, wie die ihrer Idole.

Privatsphäre ist kein Grundrecht mehr, sondern ein Makel.

Warum sie also schützen? Sie muss bekämpft werden wo es nur geht. In communitys werden die neuesten Urlaubsbilder aller Welt präsentiert. Neben der Postaddresse wird aufgelistet, wann man zu Hause ist, und wann nicht. Fortgeschrittene stellen eine Webcam in ihr Wohn- oder sogar Schlafzimmer um die Privatheit in jedem Moment ihres Lebens aussperren zu können.

Aber das ist natürlich nur eine Öffentlichkeit zweiten Grades. Man kann sie selbst kontrollieren. Die Webcam lässt sich ausschalten. Da ist der google Paparazzi Service natürlich ein Gewinn. Jeder hat jederzeit die Möglichkeit von unbekannten fotografiert und veröffentlicht zu werden. Eine Ehre, die sonst nur Schauspielern und Musikern zuteil wird.

Orwells Big Brother ist längst in allen Teilen unserer Gesellschaft angekommen, und wir haben ihn freudiger begrüßt als Huxley es sich je hätte träumen können.

Was ist ein Mensch?

Auf diese ungewöhnliche Frage komme ich natürlich nicht allein. Ich folge hiermit einer Blogparade, die vom Philostammtisch aufgegriffen und so an mich geleitet wurde.

In nur einem Beitrag auf diese Frage zu antworten scheint mir ein wenig vermessen, aber machbar.

Falls man das ganze nicht so ernst nimmt.

The last Human

The last Human

Lady Cassandra, der letzte Mensch bei den Feierlichkeiten zur Endgültigen Zerstörung der Erde.

Nun, sie sieht vielleicht ein wenig aus wie ein Trampolin mit Gesicht, dafür ist sie aber die letzte, die eine rein menschliche Ahnentafel vorweisen kann.

Und genau dies ist die wohl einfachste Definition eines Menschen: Mensch ist, wessen Eltern bereits Menschen waren. Vorteil dieser Definition: Äußerliche Defizite, wie das fehlen von Armen und Beinen, Organen oder Knochen (Bei diesem Beispiel weiß man kaum wo man aufhören soll) nimmt einen nicht mehr aus der Definition aus. Es gibt keine Behinderung, durch die einem das Menschsein abgesprochen werden könnte. Doch was, wenn ein Mensch via künstliche Befruchtung einen Affen oder ein Schaf zur Welt bringt? Ja! Genetik, DNA klar doch, keine echte Frage. Wirklich schwierig wird es aber wieder, wenn man nicht einfach wissen will, wer alles Mensch ist, sondern was genau ein Mensch ist.

Der Witz bei der Serienfigur Lady Cassandra ist, dass sie sich nicht nur durch ihr Aussehen, sondern auch durch ihr Verhalten von unserem Idealbild eines Menschen sehr unterscheidet. Die sogenannte “Menschlichkeit”, die in vielen ScienceFiction Geschichten mit den Eigenschaften Mitgefühl, Neugier und Gerechtigkeitssinn beschrieben wird, fehlt diesem letzten Menschen ganz. Sie ist das, was auch in anderen Genres gerne als “Unmensch” bezeichnet wird.

Borg

Borg

Sind es wirklich diese Eigenschaften, die einen Menschen zum Menschen machen? Die Borg bei Star Trek schalten ebenfalls bei assimilierten Menschen diese Eigenschaften aus, um sie zu richtigen Borg machen zu können. Was diesen ebenfalls fehlt ist Individualtität. “Wir sind Borg” Millionen Exemplare dieser Menschmaschinenwesen teilen sich ein Bewußtsein. Gedanken strömen durch alle Köpfe hindurch, und eigene Gedanken lassen sich dadurch, dass sie mit allen geteilt werden nicht denken. Das Kollektiv ist eines. Eine Bezeichnung für die einzelnen entspricht etwa unserer Bezeichnung für einzelne Körperteile.

Muss man ein selbst sein, um Mensch zu sein?

Würde der berühmte Wunsch sich selbst Up zu Loaden genau dadurch die Menschlichkeit zerstören, dass ein Selbst nicht mehr möglich wäre, wenn Gedanken und Gefühle uneingeschränkt geteilt werden? Im virtuellen Raum wäre eine Grenze zwischen den Bewußtseinen wohl kaum möglich.

Oder doch?

Cyberspace

Cyberspace

Selbst wenn,

würden die Daten in unserem Kopf reichen, Mensch zu bleiben?

Ist nicht eines der ursprünglichsten menschlichen Phänomene die Dualität von Leib und Seele, Geist und Körper, Gedanken und Muskeln?

All dies lässt vermuten, dass unsere genetische Abstammung nicht mehr entscheidend für Menschlichkeit ist. Doch was genau macht uns zum Menschen?

Pinocchio

Pinocchio

Das wollte schon Pinocchio wissen. Er erreichte sein Ziel allerdings erst, als eine Fee ihm einen Körper aus Fleisch und Blut gab.

Hatte er den wirklich nötig? Wäre eine Holzpuppe mit Bewußtsein nicht ebenso Mensch, wie die anderen Menschen, und der Körper aus Fleisch und Blut eine Art Schönheitsoperation?

Jacko

Womit wir wieder am Anfang wären.

Ein Hoch auf die Vorurteile

Pfui!
Vorurteile, die sind böse, und wir haben keine!

Äh… Doch haben wir. Alle!

Ein Leben ohne Vorurteile ist in Gesellschaften, in denen man täglich auf unbekannte Menschen trifft nahezu unmöglich.

Wir gehen durch die Fußgängerzonen der Städte, und bringen den meisten Menschen das Vorurteil entgegen: “Der wird mich nicht töten.”
Wenn dieses Vorurteil fehlt, wird ein Spaziergang durch die Innenstadt recht unangenehm.

Richtige Urteile trifft man eben nicht schnell genug, um auf flüchtige Begegnungen reagieren zu können.
Aber auch die anderen Vorurteile, die nicht zum Überbrücken der Zeit bis zum richtigen Urteil gefällt werden, haben wie es scheint ihr gutes.

Es geht hier wirklich um die Vorurteile, die wir alle verurteilen. (Nettes Wortspiel, nicht?) Die berühmten Unterschiede zwischen Männern und Frauen, angebliche Rückständigkeit mancher Kulturen, Vorbehalte gegenüber Behinderten. Richtig böse Sachen eben.

Und die sollen etwas gutes an sich haben?

Vielleicht.
Doch was?

Die Behauptung stammt von Marshall McLuhan, der in seinen magischen Kanälen einen sehr merkwürdigen Medienbegriff aufgestellt hat. Doch über den Medienbegriff will ich hier nicht reden, an den Stellen ist das Buch einfach zu krank.
Doch eine Stelle hat mich aufmerksam werden lassen:
Erst in der Welt der alphabetisierten Gesellschaft gilt als bemitleidenswert wer sich der Forderung nach uniformen Verhaltenmustern nicht fügen kann. Das ist erst mal eine recht naive Art Vorurteile zu betrachten, doch es geht weiter:

“Andererseits schaffen sich in einer Welt, die den Leuten Rollen anstatt Routinearbeiten zuweist, der Zwerg, der schiefhalsige und das Kind ihre eigene Welt. Man erwartet von ihnen nicht, dass sie in ein einheitliches Schablonenfach passen, das sowieso nicht nach ihrem Maß gefertigt ist.”

Also erst dadurch, dass wir den Menschen Rollen zuteilen, nach denen wir sie beurteilen, befreien wir sie von dem Fluch nach einer für alle gleichen Schablone beurteilt zu werden.

Diskriminierung wächst also auf dem selben Nährboden wie Individualismus.

Diesen Nährboden der Diskriminierung durch Gleichberechtigunsgesetze auszutrocknen würde also auch unsere Individualität zerstören, und damit zu größerer Diskriminierung führen, als es ein Vorurteil je kann.

Wenn Menschen alle nach der selben Schablone beurteilt werden, dann werden es Minderheiten schwieriger als je zuvor haben ihre individuellen Stärken hervorzuheben.
Nach der einheitlichen Beurteilungsform fallen bei denen, die dem Bild nicht entsprechen nur die Schwächen ins Gewicht. Individuelle Beurteilung ist nicht möglich, ohne unterschiedliche Kategorien.

Wir brauchen die Kategorien, um jedem gerecht werden zu können. Doch sie bergen auch die Gefahr des Schubladendenkens. Und zwar in dem Moment in dem wir nicht mehr den entsprechenden Schablonen gemäß urteilen, sondern die Schablone für unser Urteil halten.

Um Diskriminierung zu verhindern, dürfen wir also gerade nicht alle nach den selben Kriterien beurteilen, sondern wir müssen dafür sorgen, dass für jeden die richtige Schublade aufgemacht, und dann ein richtiges Urteil gefällt wird.
Gemäß den Kriterien, die für diesen Menschen die richtigen sind.

Ein Urteil aus der Schublade hinaus, nicht in sie hinein.

Die schlechteste Musik aller Zeiten

Der Radiosender BigFM suchte kürzlich die schlechteste Musik aller Zeiten für ein einzigartiges und überaus wichtiges höchstwissenschaftliches Experiment.
Einer ihrer Moderatoren wurde in einen schalldichten Käfig gesteckt und pausenlos von dem schlechtesten Lied berauscht.
Ausgewählt wurde für diese Tortur Celine Dion, My heart will go on.
Warum gerade das?
Warum diese riesenhaft aufgezogene Suchaktion?
Der Sender hätte ihm einfach ein Radio in die Kammer stellen können. Das eigene Programm würde schon reichen um einen Menschen zum Wahnsinn zu treiben.
Statt dessen wählen die Hörer ein Lied, das wenigstens nicht schon beim ersten Hören zu Weinkrämpfen führt, wie die meisten Lieder, mit denen das Radiopublikum täglich gequält wird.
Liebe Moderatoren, warum glaubt ihr, waren manche eurer Zuhörer so begeistert bereit einen von euch derart zu quälen? Es ist das süße Gefühl der Rache!
Doch die meisten dachten wohl sehr christlich, und wollten nicht gleiches mit gleichem vergelten. Oder ihr habt die jungen Leute schon schon derart verdorben, dass sie euer Programm tatsächlich gut finden. Kann das sein? Kann man ein Lied gut finden, dessen Text einem wie rostige Nägel durch den Rücken sticht?

Wozu brauchen wir unser Schulwissen?

Zu dieser Frage inspirierte mich ein Beitrag in einer “höchstwissenschafltichen” Fernsehsendung. Ich spreche von Galileo.
Vier Personen wurden einer Prüfung unterzogen, um zu vergleichen ob Schüler oder Erwachsene mehr wissen.
Beginnen wir bei der Auswahl der Prüfungsteilnehmer:
Zwei Schüler der zehnten Klasse der Realschule. Ein Junge und ein Mädchen. Mehr wurde nicht dazu gesagt.
Dann die beiden Erwachsenen: Eine Sängerin und ein Koch, die beide Realschulabschluss haben.
Repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland.
Na gut. Deutschland besteht aus Sängern und Köchen und solchen, die eins von beidem werden wollen.

Wesentlich besser war aber die Auswahl der Fragen.
Flaggen erkennen war ja noch ein nettes Spiel. Die Fehler allerdings mehr als knapp.
Es kann ja passieren, dass man eine Flagge quer statt längs streift. Aber Holland Orange-weiß?
Der Koch hat sogar in der zweiten Runde für Frankreich die Flagge gezeichnet, die er zehn Minuten vorher korrekt als polnische Flagge identifizieren konnte. Da spätenstens war klar, dass das Hauptauswahlkriterium der Teilnehmer das schauspielerische Talent war.
Doch es ging ja darum zu beweisen, dass Schulweisheiten im “richtigen Leben” nicht mehr gebraucht werden.
Also weiter. Was gehört denn zu diesen Schulweisheiten, die wir vergessen, sobald wir unser letztes Zeugnis in der Tasche haben?

Zum Beispiel die Vererbungslehre von Mendel. In gewisser Weise haben die Macher hier sogar recht. Diese Vererbungslehre wird in vielen aktuellen Diskussionen als Grundlage vorausgesetzt. (Ich sag nur: Ich esse keine Nahrungsmittel in denen Gene sind!)
Mit der sollte man sich wirklich auskennen. Und Galileo hat natürlich herausgefunden was die wichtigste Information im Zusammenhang mit Mendels Vererbungslehre ist:
Benutzte er für seine Experimente Linsen, Erbsen oder Erdnüsse?
Ja, wer dass nicht weiß, der hat keine Ahnung von Genetik.
Und auch nicht von Geschichte wie es aussieht.
Denn wie Galileo so überaus treffend bemerkte: Mendel hatte natürlich im 19 Jahrhundert weder Zugang zu indischen Linsen noch zu amerikanischen Erdnüssen. Die kamen ja beide erst 1945 mit den Rosinenbombern nach Deutschland.

Ich denke was in dieser Sendung eindeutig beweisen wurde ist, dass wohl jeder Mitarbeiter bei Galileo seinen Verstand an der Tür abgeben muss, bevor er Konzepte für neue Berichte entwickeln darf.

Kann es sein, dass Wissen in der Wahrnehmung der Fernsehmacher nur noch für die Quizshow taugt. Jede Frage die über die Struktur einer Quizfrage hinausgeht wird entweder ignoriert oder sogar als unsinnig abgetan.
Ähnliches beobachtet man auch in der neuen RTL2 Show: “Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
Die Kandidaten dieser Quizsendung unterziehen sich einer langen Befragung unter Überwachung durch einen Lügendetektor, um dann vor Publikum und der eigenen Familie peinlichste Fragen zu beantworten. Wer bis zu Ende durchhält und immer die Wahrheit sagt gewinnt.
Was die Wahrheit auf diese Fragen ist entscheidet natürlich der Lügendetektor.
Die Wahrheit wird in dieser Show mit Geld aufgewogen. Sie ist nicht mehr Wert als 25 000 Euro.
Und jede Frage, die nicht zur Arbeitsweise des Lügendetektors passt, weil sie zu kompliziert ist, wird dennoch in dieses Schema gepresst. Es ist, dieser Sendung nach zu urteilen, unmöglich oder auch unnötig auf eine Frage mit mehr als ja oder nein zu antworten.
Es wird ignoriert, dass gerade diese peinlichen Fragen die Kandidaten emotional so aufwühlen können, dass der Lügendetektor auch bei wahrheitsgemäßer Aussage ausschlagen kann.
Doch wesentlich schlimmer fand ich, dass sogar Fragen gestellt werden, die nicht einmal die Wahl zwischen ja oder nein zulassen.
So war eine der Fragen aus der ersten Sendung: “Würden Sie ihrer besten Freundin den Partner ausspannen, wenn er es Wert wäre?”
Obwohl ein nein auf diese Frage nicht möglich ist, schließlich steht da: Wenn er es Wert wäre. Das heißt es geht nur um den Partner, der es Wert ist. Ob es den überhaupt geben kann, danach war ja nicht gefragt, also obwohl ein nein nicht möglich war, wurde das nein der Kandidatin mit großem Entsetzen vernommen, und von der besagten besten Freundin als Grund für die Aufkündigung der Freundschaft vorgeschoben.
Doch auch die anderen Fragen werden in den Raum gestellt, ohne die Möglichkeit einer vertiefenden Erklärung. Ohne Verteidigung. Ohne Verständnisüberlegungen.
Und dann gibt es selbst auf Antworten wie: Ja, ich bin der Überzeugung, dass es besser wäre, wenn alle Ausländer Deutschland verlassen würden, tosenden Applaus.
Wichtig ist ja nur, dass es die Wahrheit ist.
Welche wahrheit, lässt sich nicht in Quizfragen verpacken. Das ist also uninteressant.
Wenn Quizfragen sich also jetzt endlich vom Schulwissen gelöst haben, brauchen wir das ja wirklich nicht mehr.
Liebe Schüler,
Die Zeit Eurer Leiden ist vorbei. RTL2 hat bewiesen, dass es nicht mehr notwendig ist in der Schule aufzupassen. Quizshows kann man auch anders gewinnen. Nutzt die Zeit also lieber euch möglichst peinliche Ansichten anzuschaffen, damit ihr auch sendetauglich seid.
Viel Spaß beim Rest Eures Lebens.

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