Der Radiosender BigFM suchte kürzlich die schlechteste Musik aller Zeiten für ein einzigartiges und überaus wichtiges höchstwissenschaftliches Experiment.
Einer ihrer Moderatoren wurde in einen schalldichten Käfig gesteckt und pausenlos von dem schlechtesten Lied berauscht.
Ausgewählt wurde für diese Tortur Celine Dion, My heart will go on.
Warum gerade das?
Warum diese riesenhaft aufgezogene Suchaktion?
Der Sender hätte ihm einfach ein Radio in die Kammer stellen können. Das eigene Programm würde schon reichen um einen Menschen zum Wahnsinn zu treiben.
Statt dessen wählen die Hörer ein Lied, das wenigstens nicht schon beim ersten Hören zu Weinkrämpfen führt, wie die meisten Lieder, mit denen das Radiopublikum täglich gequält wird.
Liebe Moderatoren, warum glaubt ihr, waren manche eurer Zuhörer so begeistert bereit einen von euch derart zu quälen? Es ist das süße Gefühl der Rache!
Doch die meisten dachten wohl sehr christlich, und wollten nicht gleiches mit gleichem vergelten. Oder ihr habt die jungen Leute schon schon derart verdorben, dass sie euer Programm tatsächlich gut finden. Kann das sein? Kann man ein Lied gut finden, dessen Text einem wie rostige Nägel durch den Rücken sticht?
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Knut Sagte:
on Februar 18, 2009 at 9:59
Ich wüßte zu gerne welches Lied solche Reaktionen bei dir auslöst. Mit Celine Dion haben die Hörer keine so schlechte Wahl getroffen. Es gibt nur wenige Musik, die man sich immer wieder anhören kann, aber „my heart will go on“ hat zumindest bei mir einen enormen Abnutzungseffekt gehabt. Anfangs fand ich es gar nicht so schlecht, aber es wird mit jedem Hören nerviger, viel stärker als viele andere Lieder. Insofern zeugt die Wahl von subtiler Grausamkeit, die sich Zeit lässt.
claudiathur Sagte:
on März 24, 2009 at 10:20
Ja möglicherweise habe ich die Kraft der Wiederholung ein wenig unterschätzt. Doch man muss nur einmal dieen Radiosender einschalten und man wird bei neun von zehn Liedern dieselbe Grausamkeit erfahren, wie bei Celine Dion beim 53sten Hören.
Ich bin leider viel zu traumatisiert um die Stücke, geschweige denn die Folterknechte namentlich zu nennen.