Sollte man im Internet Geld verdienen?

Warum nicht, werden jetzt die meisten fragen. Doch bevor man dies eindeutig beantworten kann, stellt sich die Frage, wie man dies erreichen kann. Die meisten erfolgreichen Blogger schafften es nur durch Zufall zu einer Popularitä, die das Bloggen wirtschaftlich rentabel machen würde. Natürlich gehörte bei den meisten auch Können dazu. Aber unzählige gute aber unbekannte Blogs kommen auf fast ebenso viele erfolgreiche aber schlechte Blogs.

Können allein ist es nicht. Wenn man sich nicht auf den Zufall verlassen will, muss man die Wege des Internet kennen und ausnutzen. Von der optimalen Gestaltung für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen bis zur Vermarktung der Bildschirmfläche für Werbung gilt es, sich den Gesetzen des Marktes zu unterwerfen. Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass man moralische Bedenken über Bord wirft.

Ob und wie man sich vor solch einem erfolgreichen Scheitern schützen kann, versuche ich in einem kleinen Feldversuch zu ergründen. Thematisch beschäftige ich mich bei Wheres the internet money? mit dem Thema, wie im Internet Geld zu verdienen ist, und versuche gleichzeitig, die moralisch vertretbaren Mittel anzuwenden, um zu erfahren, ob mit Blogs zufallsfrei moralisch einwandfreies Geld verdient werden kann.

7 Kommentare »

  1. Knut Said:

    Ich werde deinen Versuch gespannt beobachten. Vielleicht lerne ich etwas für meinen Geldbeutel.

  2. Raphael Said:

    Normalerweise würde ich schreiben: Hilfe, nicht noch jemand, der im Netz Geld verdienen möchte. Immer diese nervende Werbung auf Internetseiten und Weblogs. Grund: Ich habe mich dafür entschieden, dass ich mit meinem Blog nicht versuche, Geld zu verdienen.

    Dennoch werde Dein neues Projekt auch mal beobachten, um zu sehen, was dabei herumkommt.

    • Knut Said:

      Ich habe die unwissenschaftliche, auf partikularer Eigenerfahrung beruhende Meinung, dass es immer auf die Art des Blogs und die Art der Werbung ankommt, ob Werbung stört bzw. als Störung empfunden wird.
      Layerwerbung stört zum Beispiel immer, da sie als störend konzipiert ist.
      Amazon Partnerlinks stören fast nie, da sie meist nur auf im Text erwähnte Bücher verweisen oder sogar durch die relativ gute Fähigkeit der Amazon Software, ähnliche Bücher zu finden einen Mehrwert darstellen kann.
      Dazwischen gibt es viele Abstufungen.
      Ab welchem Störgrad Werbung als nervig empfunden wird hängt jedoch nicht nur von der Werbung ab, sondern auch von der Leserkultur: Politische und Künstlerblogs sind oft stolz werbefrei zu sein und man darf erwarten, dass diese Blogger als Leser auch keine Werbung sehen wollen.
      Technikblog und Gamerblogs hingegen sind oft relativ zugekleistert mit Kram, so dass man vermuten kann, dass dieser Klientel Werbung nichts ausmacht.
      Soweit meine Vorurteile.
      Du wärst dann wohl eher Künstlerblog, was zu erwarten war.

      • Raphael Said:

        Ok, vielleicht war ich bezüglich der Werbung etwas zu pauschal. Geht man von einer Skala mit den Polen „nicht nervig – sehr nervig“ aus, ist es klar, dass bestimmte Formen der Werbung mehr oder weniger nervig auf die Besucher von Internetseiten oder Weblogs wirken. Ich habe zwar auch die Erfahrung gemacht, dass Politikblogs oder Künstlerblogs eher werbefrei sind. Ich habe aber bezüglich Fotoblogs oder Blogs, die sich mit fotografischen Themen beschäftigen, die Erfahrung gemacht, dass es in diesem Bereich noch genügend Weblogs existieren, auf denen Werbung geschaltet ist. Ich habe auch die Vermutung, dass man durch Werbung, die man auf einem Blog oder einer Internetseite geschaltet hat, nicht reich wird oder auch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Von Bloggern, die ihre Blogs bei Anbietern wie 1und1 gehostet haben, hört man von Zeit zur Zeit, dass sie durch die Werbung ihre Servermiete damit finanzieren möchten. Da frag’ ich mich, ob dies überhaupt nötig ist. Man kann sich einen kostenlosen Weblog zulegen, der werbefrei ist. Außerdem wird man durch die Servermiete, die man zahlt, nicht unbedingt arm. Wenn man sich mal im Netz umschaut, findet man ziemlich günstige Angebote. Einige Male habe ich auch das Argument gehört, dass man sich durch Werbung den Zeitaufwand, den man für das Bloggen aufwendet, finanzieren möchte. Dies kann ich nicht so ganz nachvollziehen, da man beim Bloggen eher Spaß haben sollte und nicht darauf achte sollte, ob man auch auf jeden Fall durch die Werbung den Zeitaufwand, der durch das Bloggen entsteht, finanziell ausgeglichen bekommt.

  3. claudiathur Said:

    Ich muss Raphael insoweit zustimmen, dass es durchaus möglich ist, einen Blog kostenlos im Netz platzieren zu können. Und wie ich erfahren musste sogar einfacher, als einen werbefinanzierten. Denn während ein WordPressblog schon ab dem ersten Tag mit Suchmaschinen gefunden werden kann, dümpelt mein Finanzexperiment noch immer ohne Werbeunterstützung auf der Googleblogsuche. Bei einer allgemeinen Suchanfrage taucht er nicht einmal dann auf, wenn die Suchbegriffe jede andere Seite ausschließen. Dann sagt google lieber: “Nichts gefunden” als: “Oh da gibts noch so einen Blog, der könnte passen, obwohl der eigentlich in eine andere Suchmaske gehört.”

  4. Raphael Said:

    Dafür hat der Editor von blogger.com ein paar Funktionen mehr. Aber wozu gibt es denn ScribeFire oder den Windows Live Writer? :-) Was ich eigentlich schon längst mal los werden wollte: Die „Antwort-Funktion“, die man hier bei den Kommentaren findet, finde ich zwar gut. Sieht aber in diesem Layout nicht allzu gut aus.

  5. Knut Said:

    Ich hab gerade mal beim Bloglesen auf eine Eule geklickt und dabei dies gefunden: FAQ von adfreeblog.


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