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Rundfunkgebühren na gut, aber wie?

Der Streit um die Rundfunkgebühren ist gerade im vollen Gange. Die GEZ soll abgeschafft werden, die öffentlich rechtlichen Programme aber weiterhin Geld erhalten. Die erste Frage in diesem Streit lautet: Warum sollen die ÖR denn unser Geld bekommen, wenn uns nicht gefällt was sie senden?
Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass es Rundfunkanstalten geben muss, die unabhängig vom Quotenerfolg senden können. Der Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Sendern ist weit größer, als man es zur Zeit am Programm erkennen kann. Zum Erhalt von kulturellen Nischen einerseits und von Wirtschaft und Politik unabhängigen Informationen andererseits ist der Erhalt der ÖR unabdingbar.
Mit der Reform der Gebühr allerdings wäre auch eine Reform der Qualität dringend notwendig. Nicht um das Musikantenstadl zu bekämpfen. Hierbei handelt es sich gerade um eine solche kulturelle Nische, die nur im ÖR erhalten bleiben kann. Da bei den werbenden Wirtschaftsunternehmen Zuschauer über 80 keine relevante Zuschauergruppe mehr bilden, ist es um so wichtiger, dass es Sender gibt, die sich an diese Bevölkerungsgruppe richten. Doch die ÖR dürfen nicht die von den Privaten umworbenen Zuschauer vergessen. Auch für die muss Programm geboten werden. Das ÖR darf sich nicht als Lückenfüller der Privaten verstehen. Als echter Gegenpol müssen die öffentlichen Sender vollkommen unabhängig bleiben. Der Programmverfall in den Privaten Sendern darf sich nicht auswirken. Natürlich muss das Angebot mit der Zeit gehen, aber die Auswahl der Sendungen funktioniert nach einem anderen Prinzip und auch die Bewertung des Erfolgs misst sich in öffentlichen Sendern nicht nach Quoten, sondern einzig nach Qualität.
Wer jetzt fragt: „Wie misst man denn Qualität, wenn nicht in Quoten?“ dem möchte ich Lektüre zum Thema Ästhetik ans Herz legen.
Der wichtigste Unterschied zwischen den Sendern ist die Frage wer wofür bezahlt.
Bei den klassischen Privatsendern, die für jeden offen zugänglich sind, bezahlt die Werbewirtschaft für ihre Sendesekunden. Und die Preise steigen, je beliebter die Inhalte rund um die Webesekunden sind. Warum steigen die Preise? Weil die Werbung besser wirkt! Bei welchen Sendungen wirkt die Werbung am besten? Bei denen, die die Zuschauer zu dummen Schafen verkommen lassen!
Gute Inhalte dienen dem Sender zur Eigenwerbung. Tatsächliches Ziel der finanzierenden Gruppe ist es, möglichst dumme Zuschauer möglichst fraglos die Werbung konsumieren zu lassen.
Ein weiteres Modell ist das Pay TV.
Hier bezahlen die Zuschauer für das, was sie sehen wollen. Glaubt man. Im Unterhaltungsbereich mag das tatsächlich funktionieren. Kinofilme beweisen seit langem, dass neben dem Mainstream Hollywood Film auch Produktionen mit weniger quotenorientierten Erfolgsmaßstäben eine Chance haben. Mit der Zeit könnte Pay TV ebenso wertvolle Spartensender beherbergen, und damit jeder kulturellen Nische und jeder Gesellschaftsgruppe einen Raum bieten. Sofern die Mitglieder der Gruppe genug Geld haben, sich die Sender zu leisten. Ohne Geld wäre es nicht möglich an diesem kulturellen Leben teilzunehmen. An Zeitschriften sieht man bereits, wie teuer ein exklusiver Geschmack sein kann.
Bei Nachrichten wird es schwieriger. Ja, Zeitungen sind alle privat organisiert. Und man vertraut ihnen, dass sie unabhängige Nachrichten verbreiten. Vielleicht sogar mehr als den öffentlich rechtlichen Fernsehsendern. Doch tun sie das wirklich? Auch diese Zeitungen finanzieren sich zu etwa 60% aus Werbeeinnahmen. Glaubt man einer Zeitung, die ohne die Werbung einer bestimmten Firma vor dem Ruin stehen würde, dass sie noch objektiv über diese Firma berichten kann? Vertraut man einer Zeitung, der im Gegenzug große Teile ihrer Leser wegfallen würden, wenn sie unangenehme Wahrheiten auf den Tisch legt?
Wirklich unabhängige Medien findet man also wirklich nur, wenn die Finanzierung und die Berichterstattung voneinander abgekoppelt werden. Theoretisch also bei Öffentlich Rechtlichen Sendern.

Zur Zeit bemisst sich die Rundfunkgebühr daran, wer ein Empfangsgerät besitzt. Dies tut inzwischen praktisch jeder. Es ist fast unmöglich sich in der heutigen Welt zu bewegen, ohne zumindest ein Gerät zu besitzen, das (zumindest theoretisch) zum Empfang verschiedener Rundfunkangebote fähig wäre. Dennoch liegt die Beweislast bei der Gebühreneinzugszentrale. Wodurch deren Mitarbeiter mittlerweile nahezu kriminelle Energie an den Tag legen, um den Leuten zu beweisen, dass sie Schwarzseher sind. Das bisherige Modell der Gebühr ist überholt. Denn es ist faktisch bereits jeder, der nicht im Wald wohnt, gebührenpflichtig. Dazu kommen vielerlei Ausnahmeregelungen und abstruse Kontenführung.
Obwohl ein Maximum von circa 17 Euro festgeschrieben ist, kommt es ständig vor, dass Einzelpersonen mehrfach zur Kasse gebeten werden. Die Gebühreneintreiber schreiben gerne für jeden Fernseher einen gesonderten Anmeldebogen. Trotz Computereinsatz können (oder wollen) solche doppelten Konten nicht aufgespürt werden. Die Frage, wer in welchem Haushalt lebt, oder wie lange Kinder Teil ihrer Familie sind, führt zu den merkwürdigsten Verrenkungen, wenn es darum geht Geld einzutreiben, oder auf der anderen Seite zu sparen. Die GEZ ist daher nicht gerecht und muss reformiert werden.
Drei Vorschläge wurden heute in der FAZ präsentiert. Nach der einen Idee sollte die Gerätegebühr durch eine Haushaltsgebühr ersetzt werden. Doch die Probleme, die wir jetzt schon haben, würden damit weiter bestehen. Wer gehört zum Haushalt, wer nicht? Wer zwei Haushalte hat, soll der auch zweimal zahlen? Besonders, weil neben den Haushalten auch Bestriebsstätten zahlen sollen, kann man davon ausgehen, dass nahezu jeder Bundesbürger bei diesem Modell doppelt, wenn nicht dreifach, zur Kasse gebeten wird.
Ein weiteres Modell sieht vor, dass die Beweislast sich umkehren soll. Die Gebühreneintreiber kommen nicht mehr in unsere Wohnungen, um uns zu beweisen, dass wir einen Fernseher besitzen, sondern damit wir ihnen beweisen, dass wir kein Gerät besitzen.
Eine solche Überwachung aber würde jedem Freiheitsprinzip unserer Verfassung widersprechen. Begonnen bei der Unschuldsvermutung. Jeder, der sich von den Gebühren abmeldet, wird unter Generalverdacht des Betruges gestellt. Und wer diesen Verdacht ausräumen möchte, muss zulassen, dass fremde Menschen die komplette Wohnung auf den Kopf stellen. Ein Radio könnte in jeder Schublade, auch zwischen der Unterwäsche oder im Medizinschrank versteckt sein. Jede dieser intimen Nischen müssten wir der GEZ öffnen, um unsere Unschuld zu beweisen.
Zuletzt erläuterte die FAZ noch einen Vorschlag, der eine Kopfgebühr enthielt. Jeder deutsche, sobald er 18 ist, soll zehn Euro pro Monat zahlen. Diesen Vorschlag Kopfsteuer zu nennen ist ein Hohn. Eine Gebühr, die sich nicht am Einkommen richtet ist eine Pauschale. Und die wäre mehr als ungerecht. Zwar will die Politik verhindert, dass den Sendern bei der Reform Geld verloren geht, aber bei dieser Pauschale würden sich die Einkünfte mehr als verdoppeln. Und die Gebühr würde die Menschen unterschiedlich hart treffen.
Zehn Euro klingt zwar wenig, aber bei einer Familie wären das bereits 240 Euro im Jahr, sobald die Kinder erwachsen werden steigt die Gebühr nocheinmal an. Diese Summen übersteigen die Möglichkeiten vieler Geringverdiener, und sofort würden wieder Ausnahmeregeln und Härtefallgesetze erfunden, um dies auszugleichen.
Warum nur muss die Politik neue Regeln denn schon von Anfang an so kompliziert machen?
Eine Kopplung an das Einkommen würde aus der Kopfsteuer eine gerechte Sache machen. Die zehn Euro pro Monat können dabei als Maximum angepeilt werden. Eine Rundfunksteuer im Bereich zwischen 0,1 und 0,5 % (Die gewünschten zehn Euro bezahlt man bei 0,5% ab einem Einkommen von 2000€, bei 0,1% ab 10 000€) wäre aber auch bei geringerem Gehalt machbar.
Damit nun natürlich die Medien nicht von der Politik abhängig werden, weil das Finazamt die Gebühren eintreibt, müsste der Staat die gesammelten Gebühren selbstverständlich an eine Zentrale überweisen (Ähnlich, wie die GEZ, nur weniger kriminell), die dann die Mittel unter den Sendern aufteilt.

Sind Unis gewerblich?

Diese Frage wird sich stellen, wenn die Verlage mit ihrer neuesten Idee, das Leistungsschutzrecht umzusetzen durchkommen. Unter anderem bei Meedia ist nachzulesen, wie Springer und Co. sich die Abgabe an Verlage momentan wünschen.
Eine allgemeine Abgabe für internetfähige Computer, und damit niemand das bemerkt, erst mal nur für gewerblich genutzte Geräte. Denn gerade in Firmen haben die Leute ja nichts anderes zu tun, als den ganzen Tag bei Google rumzustöbern und Verlagsinhalte zu suchen. Eine generelle Abgabe, wie bei bei der GEZ ist also vorerst nicht geplant. Privatpersonen dürfen weiterhin selbst entscheiden, ob sie Suchmaschinen nutzen oder nicht. Und wenn sie sie nutzen, dann immer noch kostenfrei, wenn nicht gar umsonst.
Neben den Fragen, die Meedia stellt, kommt mir noch eine weitere große Frage auf: Wo liegt die Grenze zwischen privaten und gewerblich genutzten Computern?
Sind Unis gewerblich? Sie stellen ihre Computer sehr vielen Personen zur Verfügung, die damit arbeiten sollen. Studenten werden zwar für ihre Arbeit nicht bezahlt, doch die Forschung, die sie leisten übersteigt oft das, was in gewerblichen Forschungsunternehmen erarbeitet wird. Da das Gegenteil von gewerblich privat ist, dürften Unis wohl ebenfalls zur Kasse gebeten werden.
Wie steht es mit Kleinstunternehmern?
Freie Mitarbeiter oder Ich-AGler, die von zu Hause aus arbeiten, meist um sich ein paar Groschen nebenbei zu verdienen, meist schlecht bezahlt. Müssen die für ihren Computer die Leistungsschutzabgabe leisten? Sie nutzen den Rechner gewerblich, also vermutlich ja.
Doch wo hört es auf? Bei denen, die über Onlinebörsen ihren Dachboden entrümpeln und dafür ein paar Cent verlangen? Bei Angestellten, die sich Arbeit mit nach Hause nehmen? Bei Studenten und Schülern, die von ihrem eigenen Rechner aus für Hausarbeiten recherchieren, was ja weiter oben bereits als „gewerbliche Arbeit“ erkannt wurde?
Wenn die Zwangsabgabe wie momentan geplant durchkommen sollte, dann wird früher oder später jeder zur Kasse gebeten, nicht nur die herrenlosen Firmen, bei denen die Abgabe unbemerkt in den Bilanzen verschwinden wird.
Doch woher der Umschwung bei den Verlagen? Sollte nach dem Leistungsschutzrecht nicht ursprünglich Google bezahlen, weil die Suchmaschine Werbung für die Verlagsseiten macht? Nun, die Verlage haben wahrscheinlich richtig erkannt, dass weder Suchmaschinen, noch Leser auf die kostenpflichtigen Inhalte der Verlage angewiesen sind. Freiwillig bezahlen immer weniger Leser für den Schund, den manche Zeitungen heute bieten. Da viele Qualitätsjournalismus bereits verlernt haben, schielen die Redakteure neidisch auf das öffentlich rechtliche Fernsehen: „Die Leute bezahlen sowieso, dann können wir ins Programm nehmen, was uns passt.“
Genauer: Da die Leute schon bezahlt haben, müssen sie nicht mehr zufrieden gestellt werden.
Und falls tatsächlich beschlossen werden sollte, dass alle Seiten, je nach Verbreitung, internetdeutsch: Traffic, bezahlt werden, dann kann man immer noch ein paar illegale Asylanten einstellen, die fleißig auf die Links klicken.

Wieviel Streik ist noch gesund?

Streiks waren in der Vergangenheit eine wirksame Methode, mit der Arbeiter ihren Chefs verdeutlichen konnten, wer die Arbeit in der Firma macht.
Sie waren das perfekte Instrument um das Gleichgewicht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern herzustellen. Doch was, wenn Gewerkschaften versuchen durch immer wiederkehrende Streiks das Gleichgewicht zu ihren Gunsten zu zerstören? Wenn Arbeitsniederlegungen nicht mehr im Zusammenhang mit Forderungen der Arbeiter stehen (die ja schon längst erfüllt sind), wenn der Streik dazu führt, das unbeteiligte darunter mehr leiden, als die Chefs, oder wenn gar der Streik das Unternehmen in den Ruin treibt.

Zugegeben bei einem Busunternehmen, das jederzeit Möglichkeiten hat an staatliche Unterstützung zu gelangen, ist es sehr weit hergeholt tatsächlich von drohendem Ruin zu sprechen. Aber die Auslastung der Busse profitiert garantiert nicht von dieser Unzuverlässigkeit.
Die Leute in dieser Kleinstadt werden von verdi ja geradezu gezwungen sich ein Auto zuzulegen, das sie dann wieder irgendwo parken müssen, mit dem sie sich morgens und abends wieder über die verstopften Straßen quälen müssen, mit dem sie Anwohnern der Innenstadt wieder ein Stückchen Ruhe rauben. (Obwohl ich zugeben muss, dass es heute ruhiger ist, ohne die dröhnenden Dieselmotoren der Kevagbusse — Liebe Kevag, wie weit sind eure Elektrobusse? ;-) )

Nur mal angenommen Streiks werden heute tatsächlich nicht mehr zur Herstellung eines Gleichgewichtes gebraucht, sondern als Massenvernichtungswaffe.
Unfair? auf jeden Fall. Aber das ist wohl kein überzeugendes Argument. Unfair sind aus Sicht der Gewerkschaften immer die Unternehmer. Gegen die muss man sich wehren.
Was also spricht auch aus Sicht der Gewerkschaften gegen den übermässigen Einsatz von Streiks?
Die Waffe wird stumpf!
Aber wie denn, die Unternehmen erleiden doch immer noch Schaden!
Tun sie, und wer soll dann die Arbeiter bezahlen, wenn das Unternehmen nichts mehr verdient?
Die ersten Arbeiterverbände hatten zudem die Sympathie der Bevölkerung auf ihrer Seite. Die verlieren sie aber ganze schnell, wenn Kinder nicht mehr zur Schule kommen, andere Arbeitnehmer um ihren Job bangen müssen, weil sie sich verspäten, wenn vom knappen Haushaltsgeld auch noch ein Auto finanziert werden muss, weil die Busse unzuverlässig sind.
Und die Forderungen?
Die sind nicht einmal bekannt. Schämen sich die Gewerkschaften, weil sie selbst wissen wie übertrieben die Forderungen sind? Oder haben sie einfach ein so schlechtes Taktgefühl, dass sie deswegen die Leute nicht wissen lassen wofür sie nun schon wieder ohne ÖPNV auskommen müssen.
Also liebe Gewerkschafter,
verratet uns doch warum heute schon wieder keine Busse fahren. Die Seite der Kevag hat nämlich sehr überzeugend dargelegt, dass es sich bei den Streiks um einen gezielten Kampf zur Vernichtung einiger Unternehmen handelt.
Wenn ihr das anders seht, dann gebt das auch bekannt, sonst bleibt kaum eine andere Möglichkeit als der Kevag zu glauben, dass ihr Schweine seid.

Wart ihr auch alle brav?

Glauben kann ich es kaum, bei einer Wahlbeteiligung von kaum mehr als 70%.
30% verschenkte Stimmen (inklusive der ungültigen), das sind mehr als es SPD-Wähler gibt!
Kuckt euch gut an was ihr da gewählt habt, wofür eure Stimmen in den nächsten vier Jahren mißbraucht werden. Ihr könntet zweitstärkste Partei in diesem Land sein, wenn ihr euch nur zur Wahl entschlossen hättet! Kommt also nicht an und meckert über die schwarz-gelbe Regierung. Ihr habt sie selbst gewählt. Das habt ihr nun davon. Bitte schön. Seht zu wie ihr damit klar kommt.
Ich kann wenigstens noch meckern.
Wehe ihr kommt auf die Idee auch nur einen Pieps von euch zu geben. Es war eure Entscheidung.
Genug Aspirin hilft sogar gegen die Pest. Selbst Schuld wer garnichts nimmt.h

warum ich mir das Fernsehduell der Kanzlerkandidaten nicht angesehen habe

Gerade finden die ersten Diskussionen über die Erkenntnisse, die im Duell gewonnen werden konnten statt. Wer hat wo wieviele Punkte gemacht. Wer war sympathischer, fairer, kompetenter und und und.
Doch der Sinn dieses Duells erschließt sich in bezug auf die kommende Wahl nicht.
OK.
Die Erfahrung zeigt, dass es tatsächlich nur zwei Kandidaten gibt, die eine echte Chance haben Kanzler zu werden. Doch wir haben in diesem Land kein zwei Parteien System. Wir entscheiden nicht zwischen CDU und SPD. Es sind fünf aktuell bereits vertretene Parteien, mit denen gerechnet werden muss. Dass die anderen in dieser Rechnung weggelassen werden, kann ich ja noch verstehen. Zum einen aufgrund der Übersichtlichkeit der Diskussion, zum anderen, weil es Parteien gibt, die nicht zu jeder Frage eine Meinung haben.
Doch zumindest die Meinungen der möglichen Koaltitionspartner, die ja auch die Handlungsmöglichkeiten des Kanzlers einschränken würden, sind für die Wahlentscheidung wichtig.
Rot-grün macht eben eine andere Politik als rot-rot oder gar rot-gelb. Ebenso würde schwarz-gelb anders aussehen als Jamaika.

Hinzu kommt, dass in einem Fernsehduell Dinge wirken, die mit Politik nicht viel zu tun haben. Sympathie wirkt überwiegend durch Aussehen, Stimmlage oder Ausdrucksweise. Ob Argumente Überzeugungskraft entwickeln, hängt in audiovisuellen Medien stärker von der Sympathie ab, als in schriftlichen.

Als letzter Punkt kommt hinzu, dass die Regeln dieses Fernsehduells einer guten Diskussion eher im Wege stehen. Die Redezeiten sind viel zu kurz gehalten, um eine Argumentation aufbauen zu können. Die Redner haben die Wahl, entweder ihr stärkstes Argument (relativ) genau auszuführen, oder alle Argumente kurz anzureißen. Im ersten Fall besteht die Gefahr, dass der Gegner dieses Argument aushebelt, indem er ein Gegenargument bringt, welches erst mein zweites Argument außer Kraft setzen würde. Im zweiten Fall kann es sein, dass die Zuschauer mich nicht verstehen. Argumente des Gegeners zu entkräften wiederum kostet mich wertvolle Zeit, in denen ich eigene Argumente bringen könnte. Dies wiederum wäre eine Strategie, die mich Sympathiepunkte kostet.
All diese Überlegungen führen meist dazu, dass sehr viele Argumente, die in den Parteiprogrammen bereits angelegt sind, nicht genannt werden. Wichtig wären diese Argumente aber um zu erkennen, wie wichtig den jeweiligen Parteien die Punkte sind, wie Kompromisse mit möglichen Koalitionspartnern aussehen würden.

Alles in allem führt das Kanzlerduell eher zu mehr Verwirrung, als zu einer leichteren Entscheidung. Ein Verzicht hierauf hat also eher politischen Wert.

Ein paar Links zum Wochenende

Einen kurzen Überblick über alle zur Wahl stehenden Parteien bietet natürlich auch die Bundeszentrale für politische Bildung
In einem kurzen Absatz werden die Gründungsgeschichte und die Ideen der Gründer dargelegt, ein wenig ausführlicher folgen die aktuellen, politischen Leitmotive. Insgesammt wird jede Partei auf knapp einer halben Seite Text präsentiert.
Dazu folgen hier die Grundsatzprogramme der wählbaren Parteien. Im Gegensatz zu anderen informierenden Internetseiten sortiere ich die Parteien nicht nach Sympathie, sondern halte mich an die vom Bundeswahlleiter veröffentlichte offizielle Reihenfolge.

Im 16. Deutschen Bundestag vertretene Parteien:
1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD),
2. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU),
3. Freie Demokratische Partei (FDP),
4. DIE LINKE (DIE LINKE),
5. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE),
6. Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU).

Außerdem folgende Parteien:
7. DEUTSCHE VOLKSUNION (DVU),im Landtag Brandenburg seit dessen letzter Wahl am 19. September 2004 mit sechs Abgeordneten vertreten;
8. Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD), im Landtag Mecklenburg-Vorpommern seit dessen letzter Wahl am 17. September 2006 mit sechs Abgeordneten und im Sächsichen Landtag seit dessen letzter Wahl am 19. September 2004 mit derzeit acht Abgeordneten vertreten.

Folgende 21 Vereinigungen hat der Bundeswahlausschuss für die Wahl des 17. Deutschen Bundestages als Parteien anerkannt (Reihenfolge nach Eingang der Beteiligungsanzeigen):
[Links jedoch nur bei den mich als Rheinland-Pfälzerin auch relevanten Parteien]
1. FAMILIE Familien-Partei Deutschlands
2. DIE VIOLETTEN Die Violetten; für spirituelle Politik
3. CM CHRISTLICHE MITTE – Für ein Deutschland nach GOTTES Geboten
4. PBC Partei Bibeltreuer Christen
5. BP Bayernpartei
6. PIRATEN Piratenpartei Deutschland
7. ödp Ökologisch-Demokratische Partei
8. PSG Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale
9. Volksabstimmung Ab jetzt…Bündnis für Deutschland, für Demokratie durch Volksabstimmung
10. DKP Deutsche Kommunistische Partei
11. RENTNER Rentner-Partei-Deutschland
12. Die Tierschutzpartei Mensch Umwelt Tierschutz
13. RRP Rentnerinnen und Rentner Partei
14. REP DIE REPUBLIKANER [Ein Bundesweit einheitliches Grundsatzprogramm war nicht zu finden]
15. ADM Allianz der Mitte
16. BüSo Bürgerrechtsbewegung Solidarität
17. FWD Freie Wähler Deutschland
18. ZENTRUM Deutsche Zentrumspartei – Älteste Partei Deutschlands gegründet 1870
19. DVD Demokratische Volkspartei Deutschland
20. MLPD Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands
21. (keine Kurzbezeichnung) Freie Union

Ich habe bewusst ALLE in Rheinland-Pfalz wählbaren Parteien mit ihrem Programm hier aufgelistet. Auch wenn ich der Meinung bin, dass auf dieser Liste Gruppierungen aufgeführt sind, die die Bezeichnung Partei nicht verdienen. Solange die Bundesregierung sich nicht dazu entschließen kann demokratiefeindlichen Gruppierungen das passive Wahlrecht zu verwehren, stehen halt alle auf der Liste drauf.

Der Wahlomat

Eine Möglichkeit die richtige Partei für das Kreuz zu finden ist der Wahlomat.
38 Thesen zu Wirtschaft, Bildung und weiteren politisch relevanten Themen sind mit Zustimmung oder Ablehnung zu bewerten. Die Antworten werden dann mit den Bewertungen der Parteien verglichen und die größte Übereinstimmung ermittelt. Eine nette Idee, um schnell und einfach einen groben Überblick zu erhalten. Leider nicht mehr.
Das Programm eine einige Mängel, die die Orientierung sogar erschweren können.
Es beginnt bei den Thesen.
Einige Sätze sind klar formuliert, die Antwort fällt leicht. Wie direkt bei der ersten These: „Die Laufzeit der Atomkraftwerke soll verlängert werden.“ Die meisten haben hierzu bereits eine Meinung, die sie hier angeben können. Und bei einigen dieser einfachen Thesen ist auch schon klar, auf welche Partei(en) Zustimmung oder Ablehnung hinausläuft.
Doch finden sich auch Thesen, die so unklar formuliert sind, das kaum ersichtlich wird wie sie gemeint sind.
Bestes Beispiel: These 25: „Die Wehrpflicht soll in ihrer jetzigen Form beibehalten werden.“
Will man hier zustimmen ist es einfach. Wenn man diese Aussage macht, ist klar, was man meint. Doch was heißt es, dieser These nicht zuzustimmen?
Will man dann die Wehrpflicht abschaffen oder ausweiten? Will man mehr Soldaten, mehr Zivildienstleistende oder mehr Freiheit?
Man könnte in diesem Punkt also mit einer Partei übereinstimmen, die genau das Gegenteil vertritt, von dem, was man selbst will. Der Wahlomat nimmt einem also nicht die Arbeit ab, selbst Wahl- und Parteiprogramm zu lesen.
Auch weil viele der Thesen kaum eindeutig mit ja oder nein zu bewerten sind. Es gibt eben Punkte in der Politik, die sind nicht eindeutig zu beantworten. Da will man zwar die eine Antwort geben aber weiß aber, dass es (noch) keine Umsetzungsmöglichkeit gibt, die einem gefallen würde.
Eine eine Übereinstimmung bei solchen Thesen, deren Beantwortung einem selbst Kopfzerbrechen bereitet, ist für die Bewertung einer Partei wertlos, wenn man nicht erfährt, welche Argumente für die Partei ausschlaggebend waren. Oder welche Ideen als Alternative vorgeschlagen werden. Es hilft wieder nur der Blick auf die entsprechenden Programme.
Zuletzt noch ein großer Fehler des Wahlomten: Der Vergleich der Antworten wird nicht mit allen Parteien gezogen. Zur Auswertung kann man maximal 8 Parteien auswählen, mit deren Antworten die eigenen verglichen werden. Und es gibt kein Minimum, man kann sogar bloß mit einer Partei vergleichen.
Diese Auswahl, die man treffen muss, beruht ja bereits auf einer Meinung, die man über die Parteien hat. Zugegeben, niemand geht komplett ohne Meinung in dieses Programm rein. Doch mögliche Überraschungen werden dadurch ebenfalls verhindert. Sollte man seine Meinung nicht mit allen Parteien abgleichen, um wirklich eine Wahl treffen zu können?
Nun möglich ist es, über einen Umweg.
Sobald man die ersten acht Parteien im Vergleich gesehen hat, kann man zurückgehen und die nächsten acht auswählen, um den Vergleich zu erneut zu starten. Ein erneutes Ausfüllen des Fragebogens ist zum Glück nicht notwendig.
So kann man doch noch zu einem groben Überblick kommen, der vielleicht beim Durcharbeiten der Parteiprogramme hilft.
Als abschließende Entscheidungshilfe jedoch ist der Wahlomat abzulehnen.
Die Thesen sind ohne ausformulierte Argumente nicht aussagekräftig, und Übereinstimmungen können ebenso grundsätzliche Unterschiede sein.

Warum „Nichtwählen“ keine Option ist.

Die Versuchung war selten so groß wie in diesem Jahr, das Wählen einfach sein zu lassen. Die Parteien (zumindest die, von denen in den Medien die Rede ist) waren sich selten so einig, was richtig und was falsch ist. Wohl auch deshalb findet ein Wahlkampf bisher scheinbar nicht statt.
Wie soll man als Partei für sich werben, wenn man doch das selbe sagt, wie der politische Gegner? Die einen stecken den Kopf in den Sand in der Hoffnung, die Wahl werde vorrüberziehen. Die anderen werben damit, dass die anderen den Kopf in den Sand stecken, in der Hoffnung die Wahl werde vorrüberziehen. Doch anfangen mit dem Wahlkampf will keiner. Aus Angst der Arschtritt könnte zur Gegenwehr auffordern.
Da gehen auch viele Wähler hin und denken, die Wahl wird so oder so bald hinter uns liegen, und dann ist wieder alles wie jetzt auch. Wozu also sich den Sonntag nachmittag mit dem mühsamen Gang zur Wahlurne erschweren?

Punkt 1: Der Sonntag nachmittag ist kein Argument, man kann sich den Wahlzettel ja auch nach Hause kommen lassen.

Punkt 2: Das hinter der Wahl alles so aussieht wie vorher schon, dass hat auch ein wenig mit denen zu tun, die wählen gehen. Schließlich hat jeder eine Stimme und je nachdem welche Partei am häufigsten angekreuzt wird, desto … Aber das weiß ja jeder, so funktioniert die Wahl eben.

Und wenn es keinen Unterschied macht, ob die Regierung anschließend schwarz-rot oder gün-gelb ist, dann scheint es ja doch keinen Unterschied zu machen ob ich wähle oder nicht.

FALSCH!

Denn als Wahlberechtigter wähle ich immer. Ungeachtet dessen, ob mein Wahlzettel genutzt wurde oder nicht. Meine Stimme landet in der großen Statistik, wird aufgerechnet.
Die moderne Demokratie geht nämlich immer und unbedingt davon aus, dass die große Fraktion der Nichtwähler (22,3 %) sich repräsentativ aus den gewählten Parteien zusammensetzt. Dass heißt man geht unhinterfragt davon aus, dass, wenn man diese 22,3% der Nichtwähler zur Stimmabgabe zwingen würde, sie das gesamtergebnis der Wahl nicht verändern würden.
Oder im Klartext: Jeder der 2005 nicht gewählt hat stimmte jeweils zu einem Drittel für Union und SPD sowie dem letzten Drittel für FDP, Grüne und Linkspartei
Ja schauen Sie hin, werter Nichtwähler. Das war Ihre Stimme! Sie wurde mitgezählt. Und zwar genauso.

Daran wird sich auch nichts ändern, wenn Sie in diesem Jahr ihre Wahlbenachrichtigung an den Wahlboykott schicken, böse Briefe an die Regierung darauf schreiben oder ohne Kreuz in die Urne stecken. Ihre Stimme wird gezählt. Und Sie überlassen es anderen an Ihrer Stelle zu entscheiden, wie Ihre Stimme aussieht.

Das ist das Gegenteil von Anarchie!
Für diese Haltung gibt es bisher noch nicht einmal ein Wort. Oder wie heißt das Volk, das sich freiwillig einen Despoten an die Spitze setzt? Das gab es bisher noch nicht. Jahrhundertelang wurde für die freie Wahl gekämpft, und wie verschenken sie einfach? Aus Faulheit? Aus Resignation?
Das kann nicht der richtige Weg sein.

Ich gebe zu, ich habe auch keinen Allheilvorschlag, gegen den Einheitsparteienbrei. Aber vielleicht eine Idee:
Konkurrenz belebt das Geschäft.
Ob sich diese Idee als gut heraus stellt, will ich in den nächsten Wochen noch erörtern.
Es gibt zwei Möglichkeiten:
Zum einen kann eine Regierungspartei nicht leugnen, wenn 30% der Wähler weder Regierung noch Opposition sondern die „Anderen“ gewählt haben.
Zum anderen kann es sein, dass ab und zu eine neue Partei über der 5% Hürde frischen Wind in den Laden bringt.

Oh! Halt! Wollen wir nicht vorschnell urteilen. Vielleicht taugt ja sogar eine der „Bif Five“ zu etwas.

Was ist eigentlich ein Bildungsstreik?

Die einfachsten Antworten findet man wohl auf der Seite des Bildungsstreiks direkt.
Hauptziel des Bildungsstreikes sind bessere Bildungschancen für alle. Ein Ziel, das ich auf jeden Fall unterstütze. Aber bei all diesen Aktionen frage ich mich dennoch: Ist ein Bildungsstreik der richtige Weg?

Ein Streik ist eine Arbeitsniederlegung.
Schüler und Studenten verweigern also die Arbeit, um für bessere Bedingungen zu kämpfen.
Wem wollen sie aber damit weh tun?
Ein Streik funktioniert doch nur, weil die Arbeitsniederlegung einen größeren wirtschaftlichen Schaden anrichtet, als das Eingehen auf die Forderungen.
Bei einem Bildungsstreik jedoch tut die Arbeitsverweigerung niemandem weh, außer den Studenten selbst. Im Gegenteil, die Probleme, gegen die wir ankämpfen lösen sich dadurch scheinbar von selbst.
Überfüllte Seminarräume?
Nicht, wenn die Studenten streiken.
Überforderte Dozenten?
Im Streik fordert die Dozenten niemand heraus.
Arbeitslose Absolventen?
Vom streiken hat noch keiner den Abschluss geschafft.
Die Politik kann sich also über ausgedehnte Streiks nur freuen.
Natürlich sieht die Realität anders aus. Es wird ja nicht, wie beim Arbeitskampf monatelang gestreikt. Es ist eben kein Streik. Es ist eine Demonstration.
Die Studenten machen auf Missstände aufmerksam, fordern laut ihr Recht. Erklären, dass ihre Forderungen für alle das beste sind. Es soll bewußt niemand bedroht werden. Die Studenten fordern von niemandem auf eigene Vorteile zu verzichten. Im Gegenteil.
Gute Bildung für alle ist ein Vorteil für jeden, der in dieser Gesellschaft lebt.
Niemand muss zurückstecken. Investitionen in die Bildung liegen bei jedem im eigenen INteresse.
Leider gibt es viel zu viele, die das nicht glauben.
Die Gelder lieber woanders anlegen. Die möglicherweie neidisch sind auf andere, weil sie selbst nicht jede Chance genutzt haben. Die vielleicht Angst vor Konkurrenz haben. Die die Probleme nicht sehen.
Diese Leute gilt es zu überzeugen.
Daß die Investition in die Zukunft der Bildung die beste Rendite bringt.
Daß ihr Neid ungerechtfertigt ist.
Daß die Uni nicht nur Konkurrenten sondern Nachfolger, Kollegen und Auftraggeber hervorbringt.
Daß das Bildungssystem im Moment tatsächlich große Probleme hat.
Die meisten der Aktionen, die im Bildungsstreik geplant und ausgefürt werden können hier wichtige Erfolge liefern. Nur der Name der der Aktion ist falsch.
Wir legen nicht unsere Arbeit nieder.
Im Gegenteil.
Wir stehen auf um arbeiten zu können.

Hat er es wieder mal geschafft

Er ist der Kapitalismus, und geschafft hat er einen kreativen Menschen grundlos in den Boden zu stampfen.

Aber fangen wir von vorne an:

Es war einmal ein Pfarrer, der wollte die Geschichten der Bibelmit seinen Kindern nachspielen, und nutzte dafür gekaufte Spielfiguren, einer Marke, die für ihre Figuren bekannt ist. Damit die Figuren auch in die Szenen passten bastete er ihnen neue Kostüme und schöne Kulissen.

Die Ergebnisse dieses Spiels gelangen ihm so gut, dass er alles fotografierte und im Internet präsentierte. Und er gab seinem Projekt den Namen: *Marke*-Bibel.

(Ich werde den Namen Playmobil hier nicht erwähnen, sonst geht es mir bald ebenso, wie dem Pfarrer)

Die Firma fühlte sich jedoch von der Kreativität des Mannes angegriffen und drohte ihm mit einer Klage. Wofür weiß wahrscheinlich die Firma selbst nicht so genau. Der Pfarrer hatte dennoch Angst um sein schönes Projekt und taufte es daher um in: Klicky-Bibel.

Das war der Firma jedoch nicht genug. Sie bedrohten ihn weiterhin, er dürfe keine Fotos von ihren Figuren ausstellen, und erst recht dürfe er ihnen keine neuen Kostüme anziehen und sicher dürfe er auch nicht mit den Figuren spielen.

Denn dies hatte der Pfarrer in seiner Naivität übersehen: Spielfiguren sind nicht zum Spielen gemacht. Der Name mag ein wenig verwirrend klingen, aber er ist notwendig für die wahre Bedeutung der Figuren. Als „Geldmachfiguren“ wären sie wohl nur halb so erfolgreich.

Nach langem hin und her hat der Pfarrer wohl doch aufgegeben, und seine Klicky-Bibelaus dem Netz entfernt.
Auch wenn ich selbst mit den religiösen Inhalten seiner Seite nichts anfangen kann, rufe ich hier laut zur Solidarität auf. Wie kann es angehen, dass in einem Land, das sich selbst frei schimpft Personen von Konzernen in die Knie gezwungen werden, ohne etwas Unrechtes getan zu haben?
Wie kann es angehen, dass Kreativität nur hinter geschlossenen Türen ausgelebt werden darf? Muss etwa in Zukunft jeder Künstler erst beim Hersteller seiner Materialien um Erlaubnis bitten, seine Werke auch ausstellen zu dürfen?
Soweit dürfen wir es nicht kommen lassen. Daher erlaube ich mir, einige Bilder, die ich über „Im Namen Gottes“ noch erwischen konnte, erneut zu veröffentlichen.
t_ml6_213playmobibel_jesusDEU Playmobil BibelEs tut mir leid, dass ich nicht früher erkannt habe, wie stark dieser Konzern tatsächlich ist, dann hätte ich mehr Bilder retten können. Aber zumindest sind sie nicht zerstört, sondern nur auf des Pfarrers eigenem Rechner eingesperrt.

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